Kooperation

SH 2.0 arbeitet nicht projektlogisch, sondern strukturorientiert. Kooperationen sind möglich, jedoch an klare Voraussetzungen gebunden.

Grundprinzip

Unabhängige Arbeit braucht Schutz vor struktureller Abhängigkeit.
SH 2.0 steht für ökonomische Eigenständigkeit als Schutzmechanismus.
Kernleistungen von SH 2.0 sind professionelle Analyse-, Beratungs- und Entwicklungsleistungen.

Sie erfolgen auf Basis klarer Beauftragung und Vergütung.
SH 2.0 kooperiert dort, wo Unabhängigkeit, Verantwortlichkeit und Entscheidungskompetenz gewährleistet sind.

Kooperationen sind möglich, wenn:

  • die inhaltliche Autonomie von SH 2.0 gewahrt bleibt
  • keine industriebezogenen oder marktstrategischen Interessenkonflikte bestehen
  • Analyse, Beratung und konzeptionelle Arbeit nicht in bestehende Gremienlogiken eingebunden werden
  • Verantwortung, Entscheidungsbefugnis und Haftung klar geregelt sind
  • Leistungen als Leistungen anerkannt und vergütet werden

Keine Kooperationen erfolgen

  • in Arbeitsgruppen ohne klares Mandat
  • in rein symbolischen Beteiligungsformaten
  • bei gleichzeitiger Steuerung durch Fördergeber oder institutionelle Interessen
  • wenn Analyse vorab inhaltlich begrenz oder politisch „eingerahmt“ werden soll
  • bei Erwartungen kostenloser Kernleistungen

Solidarischer Rahmen

SH 2.0 berücksichtigt, dass bestimmte Gruppen oder Organisationen systemisch und strukturell benachteiligt sind. Etwa aufgrund sehr kleiner Zielgruppen, fehlender Skalierbarkeit, geringer institutioneller Sichtbarkeit (z. B. im Bereich seltene Erkrankungen).

In begrenztem und klar definiertem Rahmen ermöglicht SH 2.0 daher solidarische Unterstützung zur Einordnung, Orientierung und strukturellen Reflexion.

Diese Unterstützung

  • ersetzt keine professionellen Kernleistungen
  • begründet keinen Anspruch auf kontinuierliche Zusammenarbeit
  • erfolgt nicht projektförmig

Form der Zusammenarbeit

Kooperationen erfolgen ausschließlich

  • auf Grundlage klar definierter Leistungen
  • mit transparenten Zielsetzungen
  • außerhalb klassischer Förder- und Projektlogiken

SH 2.0 versteht Kooperation nicht als Einbindung, sondern als Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen eigenständigen Akteuren.